Muster & Tuche2018-02-26T11:56:42+00:00

Muster

Zu unseren
Stoffen / Tuche

Angefangen bei luxuriöser Rohseide aus China, über flauschiges Cashmere- und Merino-Tuch aus Biella, über kühlende Baumwolle aus Ägypten, bis hin zum klassischen Tweed von den Äußeren Hebriden – bei misura führen wir aus nahezu jedem Material und Rapport ein passendes Tuch. Durch unsere langjährigen Kooperationen mit den weltweit renommiertesten Webereien und Tuchhäusern wie Holland & Sherry, Dourmeuil, Loro Piana, Ermengildo Zegna, Rioli, Galliard, Redburgh, Canclini, Albini oder Höfer können wir einerseits sicherstellen, dass unsere Produkte auch den höchsten Ansprüchen an Qualität, Optik und Haptik genüge tragen, andererseits aber auch stets Tuche nach Ihrem Geschmack zu unserer Verfügung stehen.

Wie der Name schon sagt, weist dieses in England als „Herringbone“ bezeichnete, köperbindige Gewebe eine Zickzack- Struktur auf, die dem Fischskelett des North American Herring ähnelt. Diese Struktur wird durch das Weben der Fäden in Diagonalstruktur und den Wechsel der Garnlaufrichtung in bestimmten Abständen erzielt. Kleinkarierte Musterungen flimmern und verschwimmen auf dem Bildschirm. Doch nicht alle unsere Kunden kandidieren für ein politisches Amt, sitzen täglich vor der Kamera oder diskutieren bei Anne Will über die Situation des Landes. Treten Sie – wie wir auch – nicht regelmäßig im Fernsehen auf, dürfen Sie dieses traditionelle Muster ohne Bedenken wählen. Leichte, eng gesetzte Fischgratmuster in gedeckten Farben eignen sich im festlichen Bereich hervorragend für die Anfertigung von festlichen Hosenanzügen oder Kostümen. Seinen Schwerpunkt hat das feine, eher in gedeckten Farben gehaltene Fischgrat jedoch als klassisches Dessin für Business-Outfits. Gröbere Fischgratmuster hingegen sind weit weniger offiziell und werden häufig in kontrastreichen Garnkombinationen gewebt. Ihr Einsatzgebiet: Sportliche Blazer und Mäntel.

Der Glencheck hat seine Wurzeln in Schottland. Die reichen Großgrundbesitzer entwarfen für sich und ihre Familien (die „Clans“ oder „Glens“) als Erkennungszeichen familienindividuelle Karos, die so genannten „Checks“. Das bekannte Glen-Urquhart- Karo gehörte zu den Ländereien der Countess of Seafield. Fügt man diesem Karo ein farbiges Überkaro (zum Beispiel hellblau) hinzu, erhält man den berühmten Check des Prince of Wales. Im englischen Königreich gilt auch heute noch das Glencheck- Muster als elegantere Variante für das Wochenende. So stellt das markante Gewebe in Frankreich als „Prince de Galle“, in Österreich und Ungarn als „Esterhazy-Check“ und in Deutschland eben als „Glencheck“ eine markante Erweiterung der Businessbekleidung dar. Technisch gesehen handelt es sich beim Glencheck um ein Gewebe aus hellen und dunklen Fäden, die sich in Kette und Schuss abwechseln. Hierdurch ergeben sich Streifen und Karos, die sich zu breiteren Streifen und Überkaros gruppieren. Sei es als ‚Saxony‘, wie man einen angestoßenen Glencheck bezeichnet, der sich für die kälteren Tage eignet, oder als leichtere Qualität für einen klassischen Ganzjahres Hosenanzug.

Der Hahnentritt ist ein bekanntes und markantes Muster, dessen Beliebtheit sich bis heute auf den Laufstegen der Modewelt beweist. Den malerischen Namen „Hahnentritt“ verdankt das eigentliche Karomuster kleinen Verlängerungen an den Ecken, die optisch an den Abdruck eines Hahnenfußes erinnern. Über die Verlängerungen sind die Karos miteinander verbunden und bilden somit das klassische Dessin für extravagante Anzüge und Kostüme. Nach wie vor wird es aus der beliebten und besonders geeigneten Schurwolle gefertigt. Verwechseln Sie Hahnentritt aber bitte nicht mit seinem nahen Verwandten, dem „Pepita“. Denn dabei handelt es sich um ein kleineres Karo. Pepita wird meist, wie auch der Hahnentritt, in den klassischen Varianten schwarz/weiß oder blau/weiß gehalten, dessen Ecken zu einem diagonalen Muster verlaufen. Bei näherer Betrachtung scheinen seine kleinen Karos ein wenig ausgefranst zu sein – eine Wirkung, die durch die speziellen Farbwechsel bei der Verarbeitung in den Kett- und Schussfäden entsteht. Der Name „Pepita“ stammt angeblich von der spanischen Künstlerin Josefa de la Oliva, die als „Pepita“ bekannt war. Das wiederum ist die Verniedlichungsform von „Pepa“, der Kurzform von Josefina. Der resultierende Name „Pepita de la Oliva“ beinhaltet wiederum ein Wortspiel, dessen Übersetzung „Olivenkern“ bedeutet. Ob diese Geschichte nun verbürgt ist oder nicht, mit beiden Dessins werden Sie immer stilvoll und klassisch gekleidet sein. Ob leichtes Sommerkostüm oder Wintermantel: Bei misura präsentieren wir Ihnen viele Ideen, diese raffinierten Dessins gekonnt einzusetzen.

Das Wort „Jacquard“ bezeichnet in der Stoffkunde ein Gewebe mit ausgeprägtem Webmuster in einer nahezu unbegrenzten Formen- und Farbenvielfalt. Früher wurde es aus dem Rohstoff Wolle gefertigt, dessen positive Eigenschaften wie Atmungsaktivität oder Elastizität seit jeher für ausgezeichneten Tragekomfort stehen. Diese Stoffe wurden mit viel Mühe und Zeitaufwand von Hand gewebt, bis der Franzose Joseph-Marie Jacquard im Jahre 1802 den nach ihm benannten Jacquard-Webstuhl erfand. Jacquards Erfindung des Musterwebstuhls war eine kaum zu überschätzende Revolution für die Stoffmanufaktur. Heute sind die Maschinen natürlich längst automatisiert, was die Herstellung weiter vereinfacht. Den Wert dieser kunstvollen Tuche mindert das aber keinesfalls. Und der technische Fortschritt machte noch mehr möglich: Auch die sehr prunkvollen und musterreichen Tuche namens „Brokat“ mussten jetzt nicht mehr per Hand aufwendig aufgestickt werden – was das italienische „broccato“ wörtlich bedeutet. Auch sie konnten nun am Jacquard-Webstuhl produziert werden. Anders als der Jacquard wurde der Brokat jedoch aus edelster Seide hergestellt. Metallene, eingewebte Laméfäden, damals aus echtem Gold und Silber, oder Lurexfäden sind nach wie vor seine charakteristischen Merkmale. Durch sie erhalten diese edlen Tuche ihren prunkvollen Charakter, den schon damals die Adeligen und kirchlichen Würdenträger zu schätzen wussten. Wir verarbeiten diese schweren Stoffe für Sie zu dekorativen Blazern oder zu Mänteln, als spannende Kombination zum Beispiel zu Ihrem Etuikleid.

Das beliebte Paisley-Dessin erinnert an ein spitz zulaufendes Blatt, versehen mit einem gebogenen Ende. Seinen Ursprung hat es im persischen Sassanidenreich, wo es auch unter der Bezeichnung „Boteh“ bekannt war, was übersetzt so viel wie „Mandel“ bedeutet. Durch die Mogule kam es nach Indien und die britischen Soldaten brachten von dort aus Kaschmirschals mit dem formschönen Muster als Geschenke mit in ihre Heimat. Als eine der ersten fand Königin Victoria Gefallen an den formenreichen Tüchern und löste dadurch einen wahren Boom aus. Allerdings war es nur einem kleinen Teil der Bevölkerung möglich, sich diesen importierten Luxus zu leisten. Schnell erkannten die geschäftstüchtigen Weber der schottischen Kleinstadt Paisley, welche Gewinnchancen dieser neue Trend bot. Kurzerhand begannen sie auf optimierten Webstühlen die Kaschmirschals aus der heimischen Wolle zu fertigen. Jacquard-Webstühle ermöglichten das maschinelle Weben von Mustern und machten es nahezu jeder Dame möglich, sich mit dem wunderbaren Muster zu schmücken. Bis heute ist das Paisley-Dessin die einzige geschwungene Form, die es bis nach ganz oben geschafft und sich dort auch gehalten hat. In der Business-Garderobe wird sie besonders gern in Form von Accessoires verwendet. Wir empfehlen Ihnen z.B. Tücher mit dem aufsehenerregenden Muster. Ganz hervorragend macht sich auch ein Innenfutter mit Paisley-Muster. misura arbeitet es gerne in Ihr neues Kostüm ein.

Der markante Streifen hat die Modewelt in den letzten Jahren im Sturm (zurück)erobern können und darf heute in keinem Kleiderschrank einer betriebswirtschaftlich oder juristisch erfolgreichen Geschäftsfrau fehlen. Auch der verwandte Kreidestreifen, welcher durch seine verschwommene Form und damit einhergehende Breite wesentlich markanter ist, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Ob als zweireihiger Hosenanzug mit steigendem Revers für die taffe Geschäftsfrau oder aber feminin in Form eines Kostüms mit abgerundetem Saum und Revers. Elegant sind Sie immer gekleidet, wenn Sie sich mit dem klassischen Muster schmücken. Und wie Sie es zu kombinieren wünschen, ist eine Frage Ihres persönlichen Stils.

Das Dessin Pinpoint zeichnet sich durch eine kleine, punktartige Musterung aus, die durch den Farbwechsel von je zwei Fäden entsteht. Aus der Entfernung wirkt der Stoff unifarben – erst bei näherer Betrachtung des Kleidungsstückes wird die raffinierte Melange, die den edlen Glanz erzeugt, erkennbar. Diese Musterungen, die an ein geöffnetes Vogel- oder Pfauenauge erinnern, sind deshalb auch unter dem Begriff „Bird’s Eye“ und – in leicht abgewandelter Dessinierung – als „Nailhead“ bekannt. Pinpoint-Tuche eignen sich hervorragend für elegante Etuikleider und Kostüme. Aufgrund der dezenten Musterung wirken sie unauffälliger und zurückhaltender als viele Streifendessins oder gar Glencheck-Muster.

Nähme man den Cord beim Wort, wäre er der Stoff für die Jeans der Könige. Denn die Bezeichnung leitet sich vom französischen „Cord du roi“ („Stoff des Königs“) ab. Der Cord für Hozenanzüge und Blazer ist meist aus Baumwolle gewebt, manchmal mit Kaschmir gemischt, neuerdings auch mit Bambusfasern. Bei der Herstellung werden die etwas erhaben eingewebten Längsrippen aufgeschnitten und ergeben nach dem Bürsten des Tuches einen samtigen Griff. Daher wird Cord oft auch als „Schnürlsamt“ bezeichnet, was irgendwie alpenländisch und ein wenig antiquiert klingt. Cord ist aber alles andere als antiquiert, sondern ein moderner Klassiker. Je breiter die Rippen sind, umso rustikaler ist das Kleidungsstück. Diverse Edelmarken liefern uns für die Maßbekleidung die englischen Feincords aus Manchester, Hobson Mills die weichen Breitcords. Man zählt dabei die Anzahl der Rippen pro Meter Stoff. Die Feincords aus Italien bezeichnet man daher als „millerighe“. Fancy Cords oder Phantasiecords haben abwechselnd Rippen unterschiedlicher Breite, zum Teil auch im Wechsel mit aufgeschnittenen und nicht aufgeschnittenen Rippen. Die Muster der Letzteren könne Sie sich in unseren deutschlandweiten Maßateliers anschauen und sich von der Qualität überzeugen.

Tuche

Sarah Jessica Parker machte durch die Kultserie „Sex and the City“ das Chiffon-Kleid wieder zum begehrenswerten Kultobjekt. Schaut man im Wörterbuch nach, so liest man Erstaunliches: Die Übersetzung für Chiffon lautet nämlich ‚Lappen‘ oder ‚Lumpen‘. Chiffons solcher Art wurden früher in einer danach benannten Chiffoniere, einem alten Möbelstück für Wäsche, aufbewahrt. Dem Chiffon, wie wir ihn heute kennen, wird diese Bedeutung zum Glück nicht mehr gerecht. Er ist vielmehr ein hauchdünnes, leinwandbindiges Gewebe, lose verwebt aus stark gedrehten Seidenfäden. Aus diesem zarten und leicht transparenten Material entstehen wunderbar dekorative Accessoires, wie z.B. Schals, Tücher oder ansteckbare Blumen. Selbstverständlich werden in der gehobenen Schneiderkunst nach wie vor Ballkleider und Blusen aus Chiffon gefertigt. Sie sehen selbst, mit Lappen oder gar Lumpen hat der Chiffon unserer Tage nichts mehr gemeinsam. Ein weiteres sehr dekoratives Seidengewebe ist unter dem Namen Organza bekannt. Dieses Tuch ist ausgesprochen steif, da die Seidenfäden, die Filamente, noch von Seidenleim umschlossen sind. Aber keine Sorge, Ihre Kleidungsstücke werden nicht aneinander kleben bleiben. Organza, in uni oder bestickt, wird übrigens häufig für Stolen verwendet.

Vor etwa 5000 Jahren hat die chinesische Kaiserin Zei Lu während der täglichen Tasse Tee im Garten eine Seidenraupe beobachtet, die sich in ihren Kokon eingesponnen hat. Die Kaiserin wickelte den langen Kokonfaden ab und webte aus diesem Seidenfaden ein Tuch.
So oder so ähnlich beschreibt eine Sage die Erfindung des Seidentuches. Sicher ist dagegen, dass bereits im 2. Jahrhundert nach Christus der Handel mit Seide florierte und die Seidenstraße zu ihrer Berühmtheit gelangte. Im 6. Jahrhundert gelang es dann, Eier des Seidenspinners nach Europa zu schmuggeln. Nun konnten auch die Europäer den begehrten Stoff herstellen. Seidenzuchten, Spinnereien und Färbereien schossen geradezu aus dem Boden, denn der Bedarf nach dem glänzenden Faden wuchs unaufhörlich.
Auch wenn China Vorreiter auf dem Gebiet der Seidenproduktion war: Im 17. Jahrhundert kristallisierte sich eine deutsche Stadt zur Seidenhauptstadt heraus: Krefeld. Noch heute ein wichtiger Seidenumschlagsplatz, an dem hochwertigste Tücher und Seidenschals hergestellt werden. Zu den Top-Kunden der ursprünglichen Krefelder Seidenmanufakturen zählten unter anderem Napoleon Bonaparte und König Friedrich II. Doch zum Glück müssen Sie nicht mehr adelig sein, um sich ein Kostüm oder einen Blazer aus Seide anfertigen zu lassen. misura macht es Ihnen da erheblich einfacher.

Zur Herstellung von Seidentaft werden die wertvollen langen Kokonfäden, die Filamentgarne, des Maulbeerspinners benötigt. Diese Filamentgarne werden in sehr dichter Leinwandbindung verwebt. Es entsteht ein festes und schweres Tuch mit seiner charakteristischen papierartigen Haptik und dem unverkennbaren Ton des „Seidenraschelns“. Ein besonders glanzvoller Effekt ergibt sich, wenn Kett- und Schussfäden des Gewebes unterschiedlich gefärbt sind, sodass je nach Blickwinkel unterschiedliche Farbspiele entstehen. Das so entstandene changierende Tuch mit seinem schillernden, glänzenden Aussehen wird übrigens auch ‚Changeant‘ oder ‚Glacé‘ (frz. = Eis) genannt. Dieser edel glänzende Stoff ist natürlich prädestiniert für extravagante Abendkleider. Aber auch Röcke oder Korsagen bekommen durch den Seidentaft jenen faszinierenden Hauch von Glamour, den wir Ihrem nächsten Kleidungsstück gern verleihen.

Doupion, besser bekannt als Wildseide, ist ein leinwandbindiges Gewebe aus Seide. Anders als bei Seidensatin oder -taft werden hier jedoch Seidenfäden verwendet, die vom Doppelkokon des Maulbeerspinners stammen. Der Name entwickelte sich aus dem italienischen „doppio“ für doppel zum französischen Doupion. Die abgehaspelten Seidenfäden weisen an der Kontaktstelle der beiden Kokons Verdickungen auf, die beim Weben des Tuchs für eine leicht rustikale Optik sorgen. Zur Herstellung von Doupion werden zudem Kokons wildlebender Tussahspinner eingesetzt. Beim Schlüpfen durchstoßen die Schmetterlinge das Gespinst der Kokonfäden und diese Fäden werden dann vor dem Weben des Tuches zusammengedreht. Dabei entsteht der typische Wildseiden-Look. Wir verwenden Doupionseide zwar vorwiegend für Kostüme und Jacken, doch Sie machen damit auch in festlicher Abendgarderobe einen exzellenten Eindruck. Lange Röcke, Boleros, Stolen und ganz besonders Ballkleider aus Doupionseide garantieren Ihnen einen gelungenen Auftritt. Eine bemerkenswerte Verwandte der Wildseide ist die Ashoka- Seide. Ihre kürzeren Seidenfäden, die zur Herstellung von Doupion nicht lang genug sind, werden zu Bouretteseide gesponnen. Setzt man diese Seidengarne zu einem Gewebe zusammen, erhält man ein Tuch, dessen Haptik und leicht mattes Aussehen an Leinenstoffe erinnern. Deshalb nennt man die Ashoka-Seide oft auch ‚Seidenleinen‘.

Satingewebe werden, ähnlich wie der Seidentaft, aus den langen Filamentgarnen des Seidenspinners gewebt. Mit dem Unterschied, dass die Fäden lose auf der Sichtseite des Tuches liegen – der Fachmann spricht hier von „flott“. Es entsteht eine sehr glatte, glänzende, uns allen wohlbekannte Oberfläche, die dem Satin seinen Namen gab. Denn das französische Wort für glänzend ist „satiné“. Neben dem Glanz verleihen die flott liegenden Fäden dem Kleidungsstück auch noch einen besonders anschmiegsamen Fall. Eines ist jedoch zu beachten: Wenn der Alltag für Ihre Kleidung mitunter strapaziös ist, sollten Sie bei Ihrer Business-Garderobe lieber Abstand von Satingeweben nehmen. Satin verzeiht eine rauere Gangart leider nicht so anstandslos wie z.B. ein Krepp.
Wie man Satin zum Star macht, hat Marilyn Monroe kunstvoll gezeigt: in Ihrem pinkfarbenen Satin-Abendkleid, das sie bei ihrem berühmten Auftritt in ‚Diamonds Are a Girl‘s Best Friend‘ trug.

Über die oscarreife Darbietung hinaus gibt es natürlich viele Möglichkeiten und Anlässe, sich mit Satin in Szene zu setzen. Vor allem in der festlichen Abendkleidung sorgt dieses exquisite Tuch für eine schillernde Erscheinung. Doch natürlich fertigen wir nicht nur Ihr Abendkleid aus Satin, sondern auch Hosenanzüge und Kostüme. Wenn Sie wünschen als, Alternative aus kühlendem Baumwoll- oder wärmendem Schurwollsatin.

Leinen, nach Baumwolle immer noch der zweitwichtigste Textilrohstoff pflanzlicher Herkunft, besteht aus den zu Garn versponnenen Bastfasern des Flachses. Gewebe aus reinem Leinen sind bei hohen Temperaturen aufgrund des geringen Wärmerückhaltevermögens wunderbar kühl zu tragen. Zudem ist Leinen atmungsaktiv und besonders luftdurchlässig, was es zu einem beliebten Tuch für Frühjahr und Sommer macht. Kein Wunder, dass die Arbeiter in Südafrikas Kaffeeplantagen vorwiegend in hellen Leinenhemden und -hosen ihrer Beschäftigung nachgehen. Der seidenartige Glanz von Leinenstoffen und die völlige Flusenfreiheit sprechen ebenfalls für dieses Gewebe. Dennoch scheiden sich die Geister beim Thema Leinen: Traditionalisten akzeptieren Leinen nur als Material für ihr weißes Taschentuch. Leinenliebhaber hingegen halten das Gewebe für den Sommerstoff schlechthin, der „edel“ knittert. Übrigens ein Marketing- Coup sondergleichen – den Nachteil der Knitterempfindlichkeit in ein Qualitätsmerkmal umzumünzen. Der Edelknitter-Look ist vornehmlich der Freizeitkleidung, vielleicht noch dem Casual Friday vorbehalten. Und natürlich allen, die sich für edel knitternde Kleidung vor niemandem mehr rechtfertigen müssen.

Bekleidung aus Kaschmir gilt als das Feinste, was die Textilindustrie zu bieten hat. Dass diese edle Faser von einer recht struppigen Ziege stammt, mag man sich kaum vorstellen. Klingt das Wort „Kaschmir“ doch eher nach orientalischem Luxus als nach Ziege. Doch zunächst ist das Objekt der Begierde ein Ziegenhaar. Und zwar der weiche Flaum, der sich unter dem zottigen Deckhaar verbirgt. Wie eine Daunenweste schützt das Flaumhaar die Ziege gegen die kühlen Winter der Inneren Mongolei. Von hier stammen auch die feinsten Faserqualitäten. Aus der namensgebenden, aber krisengeschüttelten Region Kaschmir im Grenzland zwischen Indien, Pakistan und China kommt heute nur noch ein kleiner Teil des wertvollen Haars für unsere Maßbekleidung. Der Name und sein Mythos jedoch sind geblieben. Eine Kaschmir- Ziege kann nicht geschoren werden wie ein Schaf, denn ohne sein schützendes Vlies müsste das Tier erfrieren. Daher wird das Haar zum Ende des Winters ausgekämmt. Gerade einmal 150 Gramm pro Tier und Jahr springen als Ertrag dabei heraus. Die Faszination der Menschen für diese teuren Stoffe ist kein Zufall. Kein anderes Tuch hat so vollendete Eigenschaften: Kaschmirstoffe bestechen durch ihren unnachahmlichen Schimmer, fühlen sich wunderbar weich an und sind trotzdem unempfindlich und überaus angenehm zu tragen. Extreme Feuchtigkeit mögen Kaschmir-Blazer jedoch nicht. Wer bei Kaschmir nur an wohlige und warme Tuche denkt, unterschätzt übrigens die Vielseitigkeit des Materials: Neben dem klassischen Kaschmir- Blazer und dem edlen Kaschmir-Mantel sind für die individuelle Anfertigung sogar leichte, mit Baumwolle gemischte Sommerqualitäten erhältlich.

Samt nimmt in der Damengarderobe einen besonderen Platz als immerwährender Geheimtipp ein. Genau wie der Moleskin zählt auch Samt zu den Baumwollgeweben und fühlt sich ebenfalls sehr weich und geschmeidig an. Jedoch ist seine Oberfläche deutlich empfindlicher, weshalb wir Ihnen von Samthosen eher abraten möchten. Blazer und Mantel hingegen sind echte „Hingucker“. Der edle Schimmer des Materials ist wohl auch der Hauptgrund, warum Samt häufig in der modischen Abendgarderobe eingesetzt wird. Scarlett O’Hara beging im Roman ‚Vom Winde verweht‘ die Sünde, sich aus grünen Samtvorhängen ein Krinolinenkleid (ein Kleid mit einer Art Reifrockausstattung) zu schneidern, um sich ihrem neuen Ehemann Rhett Butler als wohlhabende Frau zu präsentieren. Stilvoll wirkt dagegen ein geschmackvolles bordeauxrotes Etuikleid. Wir helfen Ihnen, sich diesen Geheimtipp in der

Im Nordwesten von Irland ist das Städtchen Donegal im gleichnamigen County beheimatet. Zu größerer Berühmtheit als die Provinzstadt hat es das nach ihr benannte Donegal-Tuch gebracht. Vor allem als sportiver Blazer sowie als Countryside-Hosenanzug ist das zur Familie der Tweeds gehörende Gewebe beliebt. Das locker gewebte Tuch besticht durch seine lebendige Farbigkeit. Die charakteristischen Noppen wurden ursprünglich von Hand oder als Schussfaden in das Gewebe eingestreut. Kostenbewusst, wie man im County Donegal nun einmal war, wurden Stoffreste jeglicher Couleur beigemischt. Dies erklärt die farbenfrohen, inzwischen bewusst eingesetzten und abgestimmten Punkte im Gewebe. Donegals bestechen durch ihre guten Kombinationsmöglichkeiten und stellen eine Alternative zu dem doch deutlich bekannteren Harris-Tweed dar. Wir empfehlen Ihnen den Donegal als mittelschwere Sportblazer. Ebenso wie bei den Tweeds raten wir bei Hosen und Röcken zu einer vollständigen Abfütterung.

Schon der Name des Tuches lässt auf sein Aussehen schließen. Krepp erkennt man an seiner genarbten und unruhigen, jedoch fein strukturierten und plastischen Oberfläche. Sie entsteht durch das Verweben von stark gedrehten oder sogar gekräuselten, überdrehten Garnen. Die daraus entstehenden Gewebe zeichnen sich durch Elastizität, Knitterfreiheit und hohe Strapazierfähigkeit aus. Stücke, die aus Krepp gefertigt sind, werden oft scherzhaft als ‚Kofferkleidung‘ bezeichnet. Denn wenn Sie Ihr Kleidungsstück aus Krepp auf einer Geschäftsreise auspacken, scheint es wie frisch gebügelt zu sein. Wenn Sie diese typischen Eigenschaften genießen möchten, schneidern wir gern Kleider, Kostüme oder Hosenanzüge aus Kreppgeweben für Sie. Eine Variante, die Anfang des 20. Jahrhunderts besonderen Anklang fand, war der so genannte Crêpe Georgette. Auch wenn es sich so anhören mag: Dieser Crêpe stammt nicht etwa von französischen Pfannkuchen ab, sondern wurde nach einer Schneiderin benannt. Der Crêpe Georgette überzeugte schon damals vor allem durch seine leichten und lockeren Eigenschaften. Dennoch war er schwer genug, der aufkeimenden Tanzfreude des 20. Jahrhunderts keine Blöße zu geben. Eine weitere Variante ist der Crêpe de Chine – der ‚Krepp aus China‘. Ein Tuch, das durch seine Luftigkeit und fließenden Fall besticht; einfach ideal, um aus dieser Qualität elegante Blusen oder Kleider anzufertigen.

Um ein Tuch der ganz besonderen Art handelt es sich bei Matelassé, was man „mattlassee“ ausspricht. Es unterscheidet sich von anderen Geweben durch die Anzahl der Fadensysteme. Während Taft, Tweed oder Satin nur zwei davon aufweisen, besteht Matelassé aus fünf Systemen. Um es vereinfacht auszudrücken: Ein Figurengewebe und ein Grundgewebe liegen übereinander und sind an einigen Stellen miteinander verbunden. Das Figurengewebe weist aufwendige und formenreiche Musterungen auf, die wiederum durch Polsterungen hervorgehoben werden. Diese Polsterungen, auch Füllfäden genannt, geben dem Stoff letztendlich seinen Namen. Das französische „matelasser“ bedeutet auf Deutsch nämlich polstern, und noch heute wird die Polsterung in durchgenähten Patchworkdecken, den so genannten „Quilts“ als Matelassé bezeichnet. Besonders gerne verarbeiten wir Matelassé bei Jacken und Kostümen für besondere Anlässe, weil die verspielten und extravaganten Musterungen Sie zu jeder festlichen Veranstaltung perfekt kleiden. Durch die Schwere des Tuches eignet sich Matelassé übrigens auch sehr gut für Mäntel.

Der Begriff „Mohair“ leitet sich vom arabischen Wort „Muhayyar“ ab, was übersetzt etwa „Stoff aus Ziegenhaar“ bedeutet. Ziegenhaar klingt zunächst nicht besonders edel. Bei diesen Ziegen handelt es sich allerdings um eine der wertvollsten und seltensten Rassen, die Angoraziege. Diese ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem Angorakaninchen, das feine Angorawolle (und nicht Mohair) für Bett- und Unterwäsche liefert. Der Name der Angoraziege leitet sich übrigens von der türkischen Metropole Ankara ab, aus deren Umland die Angoraziegen ursprünglich stammen. Die temperaturempfindlichen Tiere können nur unter sehr speziellen klimatischen Verhältnissen leben. Das edle Haar wird durch Scheren des sehr lang gewachsenen Haarfells gewonnen. Weltweit leben nur etwa sechs Millionen dieser Tiere, was den relativ hohen Preis des Rohstoffs erklärt. Jedoch ist der Stoff aufgrund der hervorragenden Trage- und Pflegeeigenschaften sein Geld wert. Das feine, lange und seidige Haar wird meist zusammen mit Schurwolle zu einem leichten, knitterresistenten Tuch verarbeitet, das sich mit seinem leicht changierenden Glanz so wunderbar tragen lässt. Besonders kostbar, weil extrem zart, seidig und fein, sind die Haare der jungen Ziegen, die Sie an der Bezeichnung „Kid-Mohair“ erkennen. Wir schätzen insbesondere die Kid-Mohair-Qualitäten, die trotz der Leichtigkeit von 240 Gramm sehr knitterresistent sind. Für die elegante Business-Garderobe ist Mohair ebenso zu empfehlen wie für festliche Hosenanzüge oder Kostüme. Stellvertretend dafür sei hier der Damensmoking genannt.

In der Herrenbekleidung dürfen sich Tuche nur dann Tweed nennen, wenn sie aus der schottischen Region des gleichnamigen Grenzflusses stammen. In der Damenkleidung wird diese Definition lang nicht so streng gehandhabt. Hier werden vor allem solche Tuche als Tweed bezeichnet, in denen Effektfäden verwebt sind, die z.B. Knötchen, Schlingen, Locken, Melange, Lurex oder Noppen enthalten. Besonders Coco Chanel und in ihrer Nachfolge Karl Lagerfeld setzten diese Effektfäden vortrefflich ein. Sie kreierten sowohl unifarbene als auch gestreifte oder karierte Tuche, die uns als ‚Chanel Tweeds‘ bekannt sind. Die wohl bekannteste Liebhaberin von Chanelkostümen aus Tweed war Jackie Kennedy. Eine Vorliebe, die wir bei misura teilen – wenn Sie möchten, mit Ihnen. Bei Tweed können nicht nur Farbe und Muster, sondern auch Dicke, Dichte und Haptik beliebig gestaltet werden. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, ein einzigartiges Dessin zu entwerfen. Oft bestimmt die Form des verwebten Garnes den Namen des Tuches. Besteht ein Tweed z.B. größtenteils aus Bouclégarnen (das französische Wort „bouclé„ bedeutet gelockt), so kann dieser Tweed auch als Bouclé bezeichnet werden. Weist die Mehrzahl der Garne ein raupenähnliches Aussehen auf, das durch Fasern zustande kommt, die nach allen Seiten abstehen, so wird dieser Stoff Chenille genannt, was ‚Raupe‘ auf Französisch heißt.

Als Wintercotton bezeichnet man einseitig oder beidseitig aufgeraute oder auch geschmirgelte Baumwolle. Durch diesen Verarbeitungsprozess erhält das köperbindige Tuch ein hohes Wärmerückhaltevermögen und somit die Kleidung ihren winterlichen Tragekomfort. Im Vergleich zu den sommerlichen Baumwollgeweben sind die Wintercottons strapazierfähiger und knittern deutlich weniger. Trotzdem bieten Wintercottons die für Baumwollgewebe typische Weichheit und den damit verbundenen Tragekomfort. Sie eignen sich hervorragend für sportlich- rustikale Blazermäntel und Winter-Outfits. Falls Sie Schurwolle auf der Haut nicht vertragen sollten, stellt Wintercotton für Sie eine Alternative zum Schurwollflanell dar.